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 Betreff des Beitrags: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: So 4. Nov 2018, 18:54 
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Hallo Modellbau Freunde und Freunde der DGzRS

Ich, André Hoffmann (Dresden) möchte hier mal über die nächste Zeit von meiner „Herman Marwede“ in 1:25 berichten.

Es gibt ja 2 Anbieter des „Bausatzes“ der Marwede, einmal Hartmut Häger aus Rügen und Hr. Ekkelboom.
In meinem Fall habe ich mit Hartmut Häger (im weiteren immer nur Hartmut genannt) zusammengearbeitet.
Warum habe ich oben geschrieben „Bausatz“ in Anführungsstriche gesetzt? Ganz einfach, weil es keine Bausätze sind! Vielmehr eine Art Teilesammlung, die so die Hauptkomponenten des Modells abdecken. Ich würde sagen das die Sachen am Ende maximal 40 % des fertigen Modells aus machen.
Und was vor Allem am wichtigsten ist, bei einem Bausatz gibt es einen Bauplan. So einen Bauplan werdet Ihr hier vergeblich suchen und die mitgelieferten Bilder vom Frästeilsatz und Baustufen, kann man allemal als nützlich Hilfe sehen, aber nicht als Unterlage für einen Bau.

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Was hat das für mich bedeutet?
2009 beschloss ich als „unerfahrener Modellbauer“, so ein Schiff wäre doch nicht schlecht, viel Platz im Modell, viele Sonderfunktionen (z.B. echte Hydraulik, Kran, Tochterboot, Schlauchboot, Pumpen, Anker, Licht, Sound, usw.), schön groß auf dem Wasser und dank „Bausatz“ schnell zu bauen. Ich stellte mir eine Bauzeit von ca. 2 Jahren vor.
Das Alles stellte sich am Ende als eine rissen große Blase heraus, die schnell Platze.
Das ist bestimmt auch der Grund, dass zwar ca. 30 dieser Bausätze in Deutschland verkauft wurden, aber davon mir nur 5 fertige Modell bekannt sind.


Aber wir fangen mal am Anfang an. 2009 fuhr ich im Herbst zum Hartmut nach Rügen und schaute mir dort einen Prototypen und seine Werkstatt an. Wir wurden uns einig und ich bestellte den Bausatz.
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Ende 2010 war es dann soweit der Bausatz kam an und ich ging ans Werk. Da ich innerhalb des Warte Jahres schon erkannte, das ich mir wohl zu viel aufgehalst hatte und das bei weiten meine bis dahin vorhanden Kenntnisse überstieg, holte ich mir Hilfe ins Boot.
Kai Hölzel (www.Accribis.de) ein erfahrener Modellbauer, der schon viele Modelle gebaut hatte und auch schon mehrere Deutsche Meisterschaften bzw. Weltmeisterschaften bestritt, bot mir seine Hilfe an.
Jetzt im Nachhinein, zum Glück!!!!!!!!!!!!!!!

Als erstes haben wir in den Rumpf die Querstrahler und auch die Antriebe eingebaut. Dabei ist uns schnell klar geworden, dass meine Aussage Großes Modell= viel Platz = kann ich viel rein bauen, nicht stimmt.

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Bei der ersten Verdrängungsprobe kam eine gesamte Traglast von ca. 40 KG heraus. Das klingt erst mal viel, aber bedenkt man die Teilgewichte von den Aufbauteilen, Akkus, Elektronik, echter Hydraulik usw. wird schnell klar das wird eine knappe Kiste. Also haben wir die Innenspanten, Motorträger und den ganzen Scheiß aus dickem Sperholz, gleich verwurfen und anders gelöst.
Schon mal vorgegriffen, wir konnten das Gewicht nicht halten, die Marwede wiegt ca. 45kg und liegt deswegen etwas unter der Wasserlinie.

Die Zeit verging und wir arbeiteten nun jeden Mittwoch in unserer „Selbsthilfegruppe“ an dem Modell. Für die Wochenende bekam ich immer Hausaufgaben mit, die zu erledigen waren usw.
Aber auch mit zunehmen Fortschritt des Modells, erweiterte sich mein Können und Wissen.

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So das war´s erst mal für Heute, wenn wieder Zeit ist schreibe ich den nächsten Teil. Auch über den Besuch auf der HM. Stellt mal Fragen ob ich auf etwas genauer eingehen soll, dann kann ich gezielter berichten. ithcan


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 Betreff des Beitrags: Re: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: So 4. Nov 2018, 22:49 
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Moin Andre,
sehr schöner Anfangs-bericht - sehe auf dem Modell eine besondere Plakette die bestimmt eine
Auszeichnung darstellt.............
Bitte auch Daten zum Modell, welche Motoren eingebaut wurden..

Gölli, hier manchmal im Forum hat eine eine Marwede, unfertig meine ich noch, dann jemand aus Berlin, hier auch
vertreten, aber keine Zeilen mehr.
Gruß
Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: Mo 5. Nov 2018, 10:08 
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Meisterhaft. buper rkkkkk
Gruß
Manfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: Mo 5. Nov 2018, 18:12 
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Navy Bernd hat geschrieben:
Moin Andre,
sehr schöner Anfangs-bericht - sehe auf dem Modell eine besondere Plakette die bestimmt eine
Auszeichnung darstellt.............
Bitte auch Daten zum Modell, welche Motoren eingebaut wurden..

Gölli, hier manchmal im Forum hat eine eine Marwede, unfertig meine ich noch, dann jemand aus Berlin, hier auch
vertreten, aber keine Zeilen mehr.
Gruß
Bernd


Hallo Bernd,

ja du hast recht, die Medallie auf dem Schiff gehört zu einer Meisterschaft.

Ich bin im Dachverein für Schiffsmodellbau (Nauticus) und damit auch im Weltverband Naviga. Und durfte mit meinem Modell an der Deutschen Meisterschaft 2016, Weltmeisterschaft 2017 und Deutschen Meisterschaft 2018 teilnehmen.
Die HM startet dort in der Klasse F7. Für die die damit nichts anfangen können, F7 bedeutet Funktionsmodell mit Programm. Hierbei hat man 15min Zeit eine Vorführung zu fahren und diese wird dann bewertet. Es wird der Bau des Modells bewertet (Allerdings nicht so streng wie in den F2 Klassen), die Funktionen, der Ablauf des Programms und ob auch die Funktionen gekommen sind.
Je danach entscheiden die Schiedsrichter Ihre Punktevergabe.

Stolz kann ich sagen das ich gleich beim ersten Einsatz 2016 mit der HM "Deutscher Meister" geworden bin und im Jahr danach mich nur mit 0,7 Punkten dem Schweizer bei der Weltmeisterschaft geschlagen geben musste (also Vizeweltmeister 2017). Dieses Jahr hab ich den Hattrick perfekt gemacht und wurde noch mal "Deutscher Meister" 2018.

Deine Fragen zum Motor usw. beantworte ich dir gern beim nächsten Teil.

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Silber Weltmeisterschaft 2017.JPG
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Gold Deutscher Meister 2018.JPG


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 Betreff des Beitrags: Re: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: Mo 5. Nov 2018, 20:04 
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Moin Andre,
toll - in großer Unkenntnis meinen Glückwunsch, da mit Sicherheit auch hier mit harten
Bandagen gekämpft wird.
Freue mich auf weitere Zeilen von Dir.

Gruß
Bernd

PS wer fährt denn noch mit einer fast kompletten Marwede
in Dortmund Messe konnte ich einmal eine 1:10 Eiswette betrachten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: Fr 30. Nov 2018, 09:28 
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Servus Andre`, sehr schönes Modell, gratuliere Dir.
Meine HM ist zu 90% fertig, nächstes Jahr soll sie zum ersten Mal ins Planschbecken oder vielleicht auch schon in den See.
Gruß Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: Fr 30. Nov 2018, 11:59 
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Es bringt einfach nur Spass Eure Berichte zu lesen. rkkkkk danh
Gruß
Manfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: So 2. Dez 2018, 18:33 
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Moin Modellbauer, weeee1 zurück

wie versprochen geht es mal weiter mit dem Baubericht. Als die Querstrahler eingebaut waren wurden die Wellen und Motoren montiert. Die Motoren sind Außen normale 900 Bürstenmotoren und in der Mitte ein Speedmotor von Graupner, die je einen Fahrtenregler bekommen werden.

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Die 3 Motoren beschleunigen am Ende das Modell auf ein realistisches Fahrbild, denn was mich immer aufregt sind die Modelle die wie eine Düsenjet übers Wasser sausen ohne jeden Bezug zum Maßstab.
Die Motoren haben wir mal auf ein Silikon Bett gepackt, was den Motorhalter vom Rumpf entkoppelt, damit bekommen wir wenige bis gar keine Schwingungen ins Modell. Leider war das bei den Querstrahlern nicht machbar und deswegen wackelt es ordentlich, wenn die laufen

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Aber auch ich mache Fehler und zwar so richtig dumme. Was muss ab und zu bei den Wellen gemacht werden? Nachfetten! und was wäre da ganz schön…Fettnippel. Warum ich die vergessen habe??? Keine Ahnung, ich könnte mich immer noch Ohrfeigen ☹. Bei mir heißt es jetzt immer Wellen ziehen.

Nun ja ich kann hier nicht jeden Schritt beschreiben, dann werden wir nie zum Ende kommen.
Also wenn Ihr etwas ganz genau wissen wollt, fragt mal bitte nach.
Was man als Nächstes benennen sollte ist der Einbau den Anker. Als erstes mal die für die DGzRS typische Ankertaschen aus dem Rumpf ausarbeiten. Dann wird eine Plattform für die Ankerwinde gebaut und ein Ankerspill angefertigt.

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Ankerklüse (5).JPG
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Hier habe ich Hilfe von einem Modellbau Kollegen mit entsprechenden Möglichkeiten bekommen.

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Anker und Spill (7).JPG
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Dann war der Anker an der Reihe, hier musste ich erst mal diverse Formen aus Wachs bauen, um dann eine Gießform zu erstellen. Dann habe ich mir die Anker aus Blei gegossen, aber das war eine langwierige Prozedur. Ein weiteres Problem war, das der Anker sich dann auch in die Tasche dreht, das habe ich dann durch geschicktes Schleifen / Gewichtsverteilen am Bleianker geschafft.

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Nun konnte das erste Mal Farbe auf das Modell, das macht gute Laune, wenn sich mal das Projekt in seiner Gestalt ändert… man denkt gleich, es geht voran

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Ich hatte ja viele Pläne und einer davon war, dass meine Heckklappe und mein Kran mit einer echten Hydraulik funktionieren. Das mach auf den ersten Blick die Sache einfacher, weil die Umlenkungen mit Seilen und Servos wegfallen. Wie gesagt auf den ersten Blick!! Am Ende kann man sagen, dass es zwar sehr gut funktioniert, gerade am Kran die Kraft, die man braucht um das ca. 300g Schlauchboot über den langen Hebelweg sicher zu heben, aber einfach war der Einbau trotzdem nicht. Man muss viele Sachen berücksichtigen, die man sonst nicht auf dem Schirm hatte.
Hier seht ihr, das Hydraulik Modul mit Pumpe, Tank und 2Stück Zwei-Wege-Ventilen, . Ich habe bei diesem Modell immer versucht Module zu bauen, um bei Fehlfunktionen diese ohne Probleme aus dem Modell nehmen zu können und auf dem Arbeitsplatz prüfen/instand setzen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hermann Marwede 1:25 Bericht über den Bau
BeitragVerfasst: So 2. Dez 2018, 18:42 
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So das soll es erst mal für heute gewesen sein, beim nächsten Mal zeig ich Euch den Kran, Löschmonitore und Innenausbau.

Schönen restlichen 1. Advent Euch Allen nemunlb


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